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DiGA gekommen um zu bleiben

Blog-Eintrag -

DiGA gekommen um zu bleiben

Mit dem „Digitale-Versorgungs-Gesetz“ wurde 2019 der Weg für die Einführung von sogenannten „digitale Helfer“ geschaffen.

Das heißt Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen können seit dem 06.10.2020 digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) - sogenannte Apps auf Rezept - verschreiben und Patient:innen können diese auf ihrem Smartphone oder Tablet anwenden.

Die häufigsten Anwendungsbereiche sind dabei die

  • Psyche (29 Prozent)
  • Muskeln, Knochen und Gelenke (22 Prozent) und
  • Ohren (21 Prozent).

Darüber hinaus werden DiGA in den Bereichen Hormone & Stoffwechsel sowie Nervensystem eingesetzt.

Die Kosten für die DiGA werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Zuzahlung der Patient:innen ist in der Regel nicht nötig. Die TK, Barmer, DAK, KKH, hkk und HEK haben innerhalb eines Jahres insgesamt 24.000 Zugangscodes zu solchen DiGA ausgegeben. Bei ca. 28 Millionen Versicherten entspricht dies einem Anteil von unter 0,1 Prozent (2020-2021).

Woran liegt es, dass die DiGA verhältnismäßig wenig genutzt werden?

In einer Studie der Stiftung Gesundheit wurde festgestellt, dass von 560 befragten Ärzte:innen und Psychologischen Psychotherapeut:innen über 80 Prozent bereits von DiGA gehört haben, sie in nächster Zeit ausprobieren wollen oder sie bereits eingesetzt haben. Lediglich 18,9 Prozent der Befragten kannten DiGA noch nicht. Allerdings haben 71,3 Prozent noch nie eine digitale Gesundheitsanwendung empfohlen und nur 8 Prozent empfehlen diese regelmäßig. Die größten Hemmnisse für den Einsatz von DiGA sehen die Befragten bei datenschutz-rechtlichen Themen. Zudem zweifeln 47,4 Prozent an der Wirksamkeit und darüber hinaus 45,6 Prozent an der Motivation der Patient:innen.

Studien zeigen, dass DiGas helfen

DiGA sind zugelassene Medizinprodukte und mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet. Sie müssen somit grundlegende Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllen. Um überhaupt in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen zu werden, müssen DiGA nicht nur strenge Anforderungen erfüllen, sonder auch das Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erfolgreich durchlaufen. Hierzu gehört beispielsweise auch die Durchführung einer klinischen Studie. In einer solchen Studie muss belegt werden, dass die Verwendung von DiGA positive Effekte auf die Gesundheit von Patient:innen hat und Aspekte wie

  • eine Verbesserung des Gesundheitszustandes durch Reduzierung von Schmerzen
  • eine Verkürzung der Krankheitsdauer oder
  • eine Verbesserung der Lebensqualität

erfüllt sein müssen. Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass die DiGA grundlegende Anforderungen zum Datenschutz und Datensicherheit beachtet. Das heißt nur DiGA, die den beschriebenen Ansprüchen entsprechen, werden überhaupt in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen. Zweifel an Wirksamkeit und datenschutzrechtlichen Themen können so weitestgehend entkräftet werden. Im DiGA-Verzeichnis können Sie alle wesentlichen Fakten zu den einzelnen Anwendungen nachlesen. Zudem definieren die Hersteller Indikationsgruppen über die ICD-Codierung.

Spitzenreiter Deutschland

Aktuell sind 30 DiGA im DiGA-Verzeichnis gelistet. Good to know: Weltweit gibt es aktuell nur in Deutschland “Apps auf Rezept” - damit belegt Deutschland zumindest hier im internationalen Vergleich in Sachen “Digitalisierung Gesundheitsmarkt” den Spitzenplatz.DiGA sind ein Treiber der digitalen Gesundheitsversorgung, können die Behandlung von Krankheiten unterstützen und damit sinnvolle Vorteile für Patient:innen bringen. DiGA werden dabei keinesfalls die Behandlung und/oder Diagnosestellung durch Ärzt:innen ersetzen, sondern können eine wirksame Ergänzung der medizinischen Expertise sein. Informieren Sie sich regelmäßig auf den Seiten des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte über aktuelle Entwicklungen und DiGA, die für Ihr Behandlungsspektrum oder Patient:innen relevant und sinnvoll sind.

Quellen:

https://www.kbv.de/html/diga.php

https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Aufgaben/DiGA/_node.html

https://www.aerzteblatt.de/archiv/217790/Digitale-Gesundheitsanwendungen-Die-Akzeptanz-steigern

https://www.gesundheit-adhoc.de/ersatzkassen-stellten-ueber-24000-zugangscodes-aus.html

https://www.medxteam.de/index.php/medxteam-blog/13-diga-studien-zum-nachweis-positiver-versorgungseffekte

https://www2.deloitte.com/de/de/pages/life-sciences-and-healthcare/articles/digitale-gesundheitsanwendungen-diga-studie.html

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/978-3-662-62426-5.pdf Seite 1019

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